RoboCup Weltmeisterschaft 2010 in Singapur
Wer kann schon seinen 13. Geburtstag bei einer Weltmeisterschaft
feiern? Malte Hillmann konnte, denn der Schüler vertrat zusammen mit
Paul Tegeler und Lennard Ruschmeier Deutschland bei der RoboCup-
Weltmeisterschaft in Singapur. Nach sieben erlebnisreichen Tagen in der
Mega-Metropole kehrte das Probierer-Team des Schüler-Forschungs-
Zentrums (SFZ) Osnabrück mit der Teamchefin Katja Cullmann und den
begleitenden Eltern nicht nur mit sehr vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen
im Juni heim, sondern mit der Gewissheit, mit dem fischertechnik
Roboter schon im nächsten Jahr in Istanbul oder spätestens 2012 auf
dem Siegertreppchen zu stehen. Nur das SFZ-Team trat in Singapur in der
Kategorie RoboRescue Primary mit fischertechnik Komponenten an.
Nach sieben Aufgaben belegte das Team Platz 19. 37 Teams waren ins
Rennen gegangen.
„fischertechnik ist wirklich toll“, ist Katja Cullmann, Leiterin des Schüler-
Forschungs-Zentrums Osnabrück, vor allem von der Stabilität der Modelle
und der Qualität der Software ROBO Pro überzeugt: „98 Prozent der
Befehle werden auch wie programmiert ausgeführt. Das schafft kein
anderes System.“
Nach den Sommerferien startete die Vorbereitung für die German
Open 2011 und die Weltmeisterschaft. Die fischertechnik Teams in der
Robotics AG des SFZ trainieren nun an drei Nachmittagen im Monat
zusammen und haben sich noch wertvolle Tipps beim fischertechnik
Steuerungsexperten Wilhelm Brickwedde aus Steinfurt geholt. Zudem
darf einer der Schüler während der Herbstferien ein Praktikum bei
fischertechnik machen. „Ich kann schon mal zehn Tickets für Istanbul
buchen“, ist sich Katja Cullmann sicher, dass nicht nur Lennard, Paul und
Malte, sondern noch mehr fischertechnik Teams bei den German Open
Ende März überzeugen werden.
Daran war vor wenigen Monaten noch nicht zu denken, denn die drei
„Probierer“ trainieren erst seit Oktober 2009 zusammen im SFZ. Deshalb
blieb nach dem dritten Platz bei den diesjährigen German Open für die
Sponsorensuche und die Organisation des WM-Trips nach Singapur nur
ein Monat Zeit. Dort angekommen, beeindruckten Stadt und Lebenskultur
das Trio. Vor der WM hatte das Team seinen Roboter umgebaut,
aber nicht mehr getestet. Pech. Erst mit dem Rückbau zur erfolgreichen
German-Open-Variante fand das Team zurück in die Erfolgsspur und gewann
den letzten Run.
Im Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück werden in der Robotics AG
43 junge Forscher von Lehrern und Studenten betreut. Die Schüler
erlernen das Programmieren und Bauen dort weitgehend selbstständig,
und die Erfahrenen geben ihr Wissen an die Neulinge weiter.