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Tunnelbohrer
Unser fischertechnik-Tunnelbohrer nach dem Vorbild der Herrenknecht-Maschine für die vierte Elbtunnelröhre in Hamburg (auch als “Trude“ bekannt) von Albert Kohl ist ebenfalls (fast) voll funktionsfähig – er kann sich mangels “scharfem“ Bohrschild nur nicht wirklich durch Gestein wühlen.
Es ist jedoch alles vorhanden, was ein ordentlicher Tunnelbohrer so braucht: das Bohrschild für den Vortrieb; ein Roboter (Tübbingerektor), der die Tübbinge (Teile der Tunnelwand) anpresst; Transportvorrichtung, die die Tübbinge zum Roboter bringt; am Ende der Maschine finden sich Gleise und die Krananlage für den (Ab-) Transport des Tunnelgesteins und der Tübbinge u.v.m. Gesteuert wird das Modell über IR-Control-Set, Intelligent Interface, Extension Module sowie ein spezielles Steuerpult. Dieses kontrolliert die 24 Pneumatikzylinder, mit denen sich die Maschine – wie im Original – an den Tübbingen abstützt und nach vorne schiebt.
Viele Ingenieure und Forschungsteams – von denen der eine oder andere früher bestimmt auch mit fischertechnik gespielt hat – sind mit der Konstruktion dieser aufwendigen Maschinen beschäftigt. Herzstück eines Bohrers ist sein Bohrschild, also der vordere Teil. Das Design des Bohrkopfs ist hier ganz besonders wichtig, denn seine Werkzeuge müssen die eigentliche Arbeit verrichten: das schnellstmögliche, sorgfältige Entfernen des vor ihm liegenden Gesteins.
Aber wo gehen dann die zerkleinerten Steinbrocken hin? Sie werden durch das Bohrschild und von dort über Rohrleitungen an das Ende der Maschine geleitet, wo sie abtransportiert werden. Mittlerweile ist dort, wo vorher noch das Gestein war, vom Tübbingerektor (eine Art Roboter) ein Tübbing an der gebohrten Tunnel-Aussenwand angebracht worden. An diesem schiebt sich die Maschine unter gigantischem Druck mit großen Pneumatikzylindern nach vorne, damit der Bohrkopf immer genügend “Futter“ bekommt. So wird nach und nach der Tunnel gebohrt und gleichzeitig die Tunnelwand fertiggestellt. Der Tunnelbohrer ist 230 cm lang und hat einen Bohrschild-Durchmesser von 47 cm. Zum Einsatz kommen insgesamt 11 Motore, je 24 Magnetventile und Pneumatikzylinder sowie ca. 6.000 weitere Teile. Im Modell stecken über 29 Meter Pneumatik-Schlauch.
Weitere Informationen über Tunnelbohrer und deren Funktionsweise findet Ihr auf der Herrenknecht-Homepage: http://www.herrenknecht.de/