3D Kugelbahn fischertechnik

3D Kugelbahn

von Thomas 

Eine dreidimensionale Kugelbahn? Das hört sich richtig cool an. Thomas hat ein solches Modell auf die Beine gestellt und sehr viel Kreativität hinein gesteckt. Wir sagen wow, und freuen uns, das Thomas sein Modell hier vorstellt.

Thomas:

"Es handelt sich um eine dreidimensionale Kugelbahn - drei Dimensionen, weil es sich um drei ineinander verschlungene Winkelebenen handelt. Sind alle Kugeln am Ende einer Bahn angelangt, so dreht sich das Modell um exakt 120° weiter. Die Kugeln kippen in die nächste Winkelebene und laufen dann in einen Mechanismus zum Vereinzeln der Kugeln. Dieser Mechanismus ist für alle drei Bahnen in unterschiedlicher Art gestaltet und jede der drei Bahnen ist für sich eigenständig. Eine Bahn ist sogar mit einem Looping ausgestattet, in einer anderen Bahn gibt es ein Klangrohr.

3D Kugelbahn fischertechnik

Die Steuerung ist wie bei mir üblich klassisch aus Silberlingen und Einzel-ICs aufgebaut. Im grunde handelt es sich um eine simple Zeitsteuerung, die den Lauf der Kugeln in den Bahnen "großzügig" berücksichtigt, die Konstruktion dann um 120° weiterdreht und über den separaten Vereinzeler die Kugeln nach und nach in die jeweils aktive Bahn führt. Der präzise Stop nach genau 120° erfolgt einerseits mittels schweren Verschlussriegels im Standfuß, sowie andererseits eines Tasters als Selbstauslöser, um den Hauptmotor abzuschalten. Der Hauptmotor treibt das Modell über einen eigens dafür kontruierten Ring aus 48 Bausteinen 15 und 48 Winkelsteinen 7,5° und darauf mon-
tierten 213 Kettengliedern an (zu sehen auf der Rückseite).
 
Der sich drehende Teil wiegt insgesamt ca. 7,5 kg (!) und ist massemäßig hochfein austariert. Die notwendige Antriebskraft ist derart minimal, dass ein kleiner Fingerstoß bereits ausreicht. Ein weiterer Faktor für die Leichtläufigkeit bildet zweifelsohne das in der Mitte verbaute und in den Stützen auf Rollen gelagerte Metallrohr. Die einzige Unwucht bilden tatsächlich die acht in der Bahn liegenden Kugeln selbst.
 
Was die Teile insgesamt betrifft, habe ich bei 120 Stk. verbauten Winkelträgern 120 aufgehört zu zählen; auch deshalb, weil in den verschiedenen Bauphasen immer wieder Umbauten erforderlich waren. Immerhin erfordert eine Konstruktion wie diese, dass sich die gesamte Masse gleichmäßig in die Mitte konzentriert, egal, in welcher Position der sich drehende Teil gerade befindet - es gibt hier kein Oben und kein Unten. Wieviel Winkelsteine ich verbaut habe, läßt sich aktuell ebenfalls nicht genau sagen. Sehr viel verbautes Material fungiert ohnehin ausschließlich massiver Stabilisierungen und wäre jetzt von außen nicht zugänglich. Sicher verbaut sind jedoch fünf Motoren - vier Minimotoren und ein großer Motor XM.
 
Übrigens: Im Standfuß befindet sich die Stromzufuhr für den beweglichen Teil. Diese ist realisiert mit handelsüblichen Schrauben M4 sowie passenden Hutmuttern M4 - natürlich ebenfalls präzise ausgerichtet. Dadurch wird einerseits immer der richtige (also jeweils dann "oben" befindliche) Motor für die Vereinzelung der Kugeln und andererseits eine Ringschaltung aus sechs Rainbow-LEDs versorgt.
 
Für den Transport des Modells lässt sich der Ständer mit wenigen Handgriffen in zwei Teile zerlegen, der sich drehende Teil am Metallrohr herausheben und diesen auf einen eigens dafür konstruierten Standfuß stellen."
 

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