In den 90er Jahren wurden erste Algorithmen entwickelt, die es Systemen ermöglichten, automatisch Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen, indem sie auf gespeicherte Daten und Informationen zurückgriffen. 1997 besiegte in einem Turnier die KI-Schachmaschine „Deep Blue“ der Firma IBM den amtierenden Schachweltmeister Garry Kasparov. Dies gilt als historischer Erfolg der Maschinen in einem Bereich, der bislang vom Menschen dominiert wurde. Kritiker werfen jedoch ein, dass „Deep Blue“ nicht durch kognitive Intelligenz, sondern nur durch das Berechnen aller denkbaren Züge gewonnen habe.
2016 besiegte das System „AlphaGo“ den Südkoreaner Lee Sedol, einen der weltbesten Go-Spieler. Technologiesprünge bei der Hard- und Software bahnen Künstlicher Intelligenz den Weg in unseren Alltag. Insbesondere Sprachassistenten erfreuen sich großer Beliebtheit: Apples „Siri“ kommt 2011 auf den Markt, 2014 stellt Microsoft die Software „Cortana“ vor und Amazon präsentiert 2015 Amazon Echo mit dem Sprachdienst „Alexa“. Im Unternehmensumfeld manifestiert sich die KI-Entwicklung in Form von Automatisierung, Deep Learning und dem Internet of Things. Neben Industrierobotern werden immer mehr Serviceroboter entwickelt.
2020 brach ein neues Jahrzehnt für die KI an. OpenAI hat in den letzten Jahren eine Reihe von bahnbrechenden KI-Modellen entwickelt, darunter GPT-3, GPT-4, DALL-E und GLIDE. Diese Modelle zeigen, dass KI in der Lage ist, komplexe Aufgaben wie Textgenerierung, Software-Programmierung und Bildverarbeitung zu lösen.
Trotz jahrzehntelanger Forschung steht die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz noch relativ am Anfang. Auch werden mögliche Maßnahmen zur Regulierung von KI immer mehr zum Thema. Um in sensiblen Bereichen wie dem automatisierten Fahren oder der Medizin eingesetzt werden zu können, muss sie zuverlässiger und sicherer gegen Manipulationen werden.
Das KI-Gesetz der Europäischen Union fordert in weiten Bereichen eine Transparenz für KI-Systeme, damit Menschen die Denkweise der KI nachvollziehen können.